Warum E-Commerce-Apps mehr Umsatz erzielen, wenn Verbraucher auf Mobilgeräte umsteigen

Stetig wird im Sektor des Online-Handels mehr Geld in die Werbung investiert. Folglich ist es nicht erstaunlich, dass der E-Commerce einer der größten Mediakunden der deutschen Werbeindustrie ist. Die Bruttowerbeausgaben beliefen sich nach einer Schätzung in den ersten drei Quartalen des Jahres 2019 auf rund 2,65 Milliarden Euro, was einen Anstieg von ca. 1,8 Prozent bedeutet.

Das vergangene Jahr stellte für den E-Commerce ein absolutes Rekordjahr dar, in dem sich der Bruttoumsatz auf 72,6 Milliarden Euro belief. Dabei erfolgte der Bestellprozess zunehmend über die mobilen Endgeräte, wie eine aktuelle Studie des Bundesverbandes für E-Commerce und des Versandhandels aufzeigt.

E-Commerce entwickelt sich zunehmend zum mobilen Commerce

Gut 50% des Umsatzes beim E-Commerce soll hierzulande bis 2021 auf den M-Commerce (mobilen Commerce) entfallen. Das ist sicherlich keine Überraschung, denn das Smartphone ist ein täglicher Begleiter, der nicht mehr nur zum Telefonieren und Chatten genutzt wird, sondern ein Allrounder ist, mit dem auch eingekauft und gespielt wird – beispielsweise Novoline Spiele und andere beliebte Games, die in den Online Casinos bereitstehen.

Im Zeitraum von Januar 2019 bis Dezember 2019 wurden 40.000 Personen ab 14 Jahren in einer Studie zu ihrem Konsumverhalten im Online- und Versandhandel und ebenso zur Nutzung der digitalen Dienstleistungen befragt. Im Rahmen der Befragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ zeigte sich, dass jeder dritte Online-Käufer inzwischen mehrmals in der Woche im Internet Bestellungen aufgibt. Das hat den Bruttoumsatz im E-Commerce auf den Rekordwert von 72,6 Milliarden Euro ansteigen lassen, was im Vergleich zu 2018 einen Anstieg von 11,6 Prozent ergibt.

Zudem ist interaktiver Handel, der neben den online Käufen ebenfalls die schriftlichen und telefonischen Bestellungen erfasst, im vergangenen Jahr auf 94 Milliarden Euro angestiegen.

Mobil erfolgte eine von drei Bestellungen

Weiterhin zeigt die Verbraucherbefragung auf, dass mittlerweile von drei Bestellungen eine über das Smartphone bzw. Tablet erfolgt. Zum Vergleich: 2014 erfolgte nur jede fünfte Bestellung per Mobilgerät. Damit ist es ersichtlich, dass die zunehmende digitale Nutzung auch beim Online Einkauf angekommen ist. Der Gigant Amazon hat nach den Erkenntnissen der Gesellschaft für Konsumforschung einen besonders hohen mobilen Anteil in Hinsicht auf das Online Shopping. Dies ist sicherlich auch auf die mobile Shopping-App des Anbieters zurückzuführen.

Denn eine Studie von Adjust und Litoff hat die weltweite Nutzung von Apps im E-Commerce-Bereich untersucht. Und das wichtigste Ergebnis ist, dass die Nutzer der Shopping-Apps immer mehr ihrer Gesamteinkäufe über die mobilen Endgeräte ausführen.

Mobiler E-Commerce: 50% mehr Einkäufe über Apps

Die Studie, die auf einer Auswertung von mehr als 13,6 Millionen Installationen von Apps und 3,9 Millionen Registrierungsvorgängen und Käufen im Zeitraum von April des Jahres 2018 bis zum April 2019 beruht, gibt wichtige Einblicke in das regionale mobile Shopping-Verhalten. So zeigt die Studie, dass sich der „mobile Einkaufsbummel“ in der Asia-Pazifik-Region und in Nordamerika einer wachsenden Beliebtheit erfreut.

Die Shopping-Apps konzentrieren sich im Marketing traditionell auf die Feiertage am Jahresende, um so die shoppingfreudigen Verbraucher zu erreichen. Beispielsweise startet die Saison in den USA bereits am Black Friday und hält bis ins neue Jahr an. Doch die Studie zeigt ebenfalls auf, dass die mobilen Anzeigenkampagnen in Verbindung mit den traditionellen Feiertagen keinen Erfolgsgarant darstellt. Denn immer öfter „feiern“ die Online Händler ihre ganz eigenen jährlichen Einkaufstage.

So nehmen die Kunden daher nicht mehr bloß die Weihnachtsfeiertage zur Veranlassung, um Einkäufe zu tätigen, sondern sie shoppen das gesamte Jahr über. Eine weitere Erkenntnis der Studie ist, dass Nutzer sich sehr bereitwillig eine Shopping-App herunterladen und sich registrieren.

Fazit ist, dass der Umsatz mit Waren im Bereich des E-Commerce nach aktueller Schätzung in diesem Jahr brutto circa 80 Milliarden Euro erreichen wird.

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